Editorial 12/2026
Manche Orte, manche Menschen und manche Wege erzählen Geschichten, die es wert sind, festgehalten zu werden – Geschichten von Hingabe, Verantwortung und dem stillen Wirken im Hintergrund.
Die Villa Rebhof in Obermais ist ein solcher Ort. Was zwei Frauen vor über einem Jahrhundert als Stiftung für einen eigenen Seelsorger ins Leben riefen, hat den gesellschaftlichen Wandel überdauert – auch wenn sich Zweck und Form seither verändert haben. Der Rebhof ist bis heute ein lebendiger Mittelpunkt der Pfarrgemeinde Obermais. Walter Egger hat für uns die spannende Geschichte recherchiert und so vor dem Vergessen... weiterlesen
Titelthema
Villa Rebhof
Eine Stiftung für Priester in Obermais
Bis zum Jahr 1895 hatte Obermais keinen eigenen, hier wohnhaften Seelsorger. Die Georgenkirche war eine Filialkirche der seit Jahrhunderten dem Kloster Stams einverleibten Pfarre Mais. In der Obermaiser Kirche wurden Messen von Stamser Ordenspriestern gelesen, die im Pfarrwidum von Untermais ihren Sitz hatten. Neben der Georgenkirche stand das alte Knabenschulhaus, aber kein Widum, das als Wohnung für einen ständigen Seelsorger hätte dienen können. Dies änderte sich erst, als Johanna Oberlindober geb. Mayr und deren Mutter Johanna Mayr geb. Wenter ihre Villa Rebhof als Benefizium für einen eigenen Priester in Obermais stifteten. Bau der Villa Rebhof Johanna Oberlindober geb. Mayr aus Innsbruck, vorübergehend im Schloss Winkel wohnhaft, erwarb Mitte 1871 von den Eheleuten Josef und Josefa Matscher aus deren Mair-am-Waal-Hof den Rautacker am Obermaiser Kirchsteig im Flächenmaß von 4.250 m² um den Kaufpreis von 5.910 Gulden. Schon ein Jahr zuvor hatte sie den Architekten Karl Moeser mit dem Plan zum Bau einer Villa beauftragt, die im Parterre eine Wohnung für die Besitzerin und weitere zwei Wohnungen in den oberen Geschossen für Fremde vorsehen sollte. Die Mairhofbesitzer reservierten sich das Weingartholz und die Reben, soweit diese vom Acker wegen der Baustelle entfernt würden. In der Tat wurde vom Baugrund nur ein Teil für Haus, Waschküche und Garten verwendet, der Rest blieb noch Jahrzehnte lang als Weinacker erhalten. Er reichte einst bis zur Grenze der Villa Bavaria. Daher... weiterlesen
Rundwanderung unterm Schlern
Anfahrt: Von Blumau nach Völs und dort im Kreisverkehr rechts ab bis zum Dörfchen Ums (930 m); öffentlicher Parkplatz kurz vor der Kirche. Wegverlauf: Vom Parkplatz in Ums folgen wir der Markierung 3 zuerst kurz auf der Asphaltstraße bis zu einigen Bauernhöfen, dann auf einem weiterhin mit der Nr. 3 gekennzeichneten Waldweg etwas steil die Hänge hinauf bis zum Hofer Alpl (1364 m, Almgasthof; ab Ums gut 1 Stunde). Nun wandern wir auf dem etwas oberhalb der Hütte beginnenden Waldsteig mit dem Hinweis „Völser Weiher“ nahezu eben nordwärts zum breiten Schlernweg Nr. 1 und auf diesem teils leicht, teils stärker absteigend zur Tuffalm (1.270 m, Gastbetrieb; ab Hofer Alpl ca. 45...
Von Katharinaberg nach Unterstell
Anfahrt : Mit dem Linienbus Nr. 261 von Naturns (oder direkt von Meran) bzw. direkt von der Talstation der Seilbahn Unterstell in Kompatsch (hier gibt’s auch Parkplätze) nach Katharinaberg im Schnalstal. Höhenunterschied : ca. 420 m Aufstieg, 370 m Abstieg Gehzeit : ca. 3 Stunden Wegverlauf : Von der Bushaltestelle in Katharinaberg (1.245 m) gehen wir auf der Asphaltstraße bergauf, bis nach einer Kurve rechts der Wiesenweg Nr. 10 A abzweigt, der hinaufführt zum querenden Meraner Höhenweg (Nr. 24), dem wir nach rechts folgen. Bald erreichen wir den Hof Unterperfl, nach dem wir absteigen und einen Bergbach überqueren. Nach einem Anstieg wandern wir an den Hängen weiter zu den Höfen Wand und Kopfron. Kurz nach dem Hof...
Rundwanderung: Taser – Egger – Gsteier
Anfahrt : Nach Schenna und weiter zur Talstation (827 m) der Seilbahn zum Taser; hier großer Parkplatz; mit der Seilbahn zum Taser. Wegverlauf : Vom Gasthof Taser (1.450 m, Einkehrmöglichkeit) wandern wir auf der Forststraße (Nr. 40, „Taser Höhenweg“) nahezu eben bis zum Greitererhof (1.420 m, Einkehrmöglichkeit) und folgen dann dem schönen Waldsteig (Nr. 40) bis zum Berggasthof Egger (1.505 m; ab Taser ca. 30 Minuten). Auf dem Höhenweg wandern wir eben oder leicht ansteigend weiter durch den Wald. Bald führt uns der schmale, aber sehr gut angelegte Weg hinunter zur Höfegruppe und zum Gasthof Gsteier (1.370 m, Einkehrmöglichkeit; ab Egger gut 1½ Stunden). Nun folgen wir der asphaltierten Zufahrtsstraße...
Damit Hochwasser nicht zur Katastrophe wird
Extreme Wetterereignisse werden von Jahr zu Jahr immer häufiger, der Klimawandel hinterlässt seine Spuren. Durch plötzlich auftretenden Stark- oder Platzregen sowie ausufernde Bäche und Flüsse können eindringende Wasser- und Schlammmassen nicht nur die Gebäudesubstanz beschädigen, sondern auch Nässe und Verunreinigungen im Inneren des Hauses hinterlassen. Von Gebäudeschutz-Spezialisten kommt die ideale Antwort, um Probleme durch Hochwasser zu vermeiden. Mobiler Hochwasserschutz schützt vor Wasserflut Das mobile Hochwasserschutzsystem von PREFA sorgt für verlässlichen Schutz auch in Extremsituationen. Leichte, aber zugleich sehr robuste Aluminiumprofile werden ganz einfach im Nut- und Feder-System...
Herz-Jesu-Bräuche vor 50 Jahren
Wir, zwei Halunken aus Untermais, noch im Krieg geboren und in der Nachkriegszeit hier aufgewachsen, ließen das Verbotene öfter einmal außer Acht, hielten aber zomm wia Pech und Schwefel, machten die Gegend unsicher, sorgten bei den Madlen gern für groaßes Ansehn und genossen eine unvergessliche Jugendzeit. Geld hatten wir keines, aber ollm a mords Hetz. Von der Schule brachten wir nur Fünfer heim, hatten aber ollm die beschte Pause mit. Ende der 50er- und Anfang der 60er-Jahre war die Freiheit politisch sehr eingeschränkt und als waghalsige Bergsteiger und Kletterer war es uns nicht recht, dass Schutzhütten beschlagnahmt wurden und das traditionelle Herz-Jesu-Feuer, das Aufhängen der weißroten Fahnen und vieles mehr...
„Der Landtag ist eine eigene Welt mit eigenen Regeln“
Rund hundert Tage nach dem Start der neuen Landesregierung haben wir Madeleine Rohrer, die zum 1. Mal für die Grünen in der Opposition im Landtag vertreten ist, zum Gespräch getroffen. MS: Frau Rohrer, Sie haben Ihre Kompetenz und Ihre Standhaftigkeit in den letzten Jahren bewiesen, sowohl in der Meraner Gemeindepolitik als auch als Geschäftsführerin von Südtirols größtem Naturschutzverband. Wie haben Sie sich ins Alltagsgeschäft als Landtagsabgeordnete eingelebt? Fiel es Ihnen schwer? M. Rohrer: Es ist sicher eine Herausforderung – aber eine, die Spaß macht. Die tägliche Arbeit ist viel kleinteiliger und komplexer, als man es in der Zeitung liest. Dazu kommt der Zeitdruck. Aber ich darf mich jetzt mit vielen...
Giggelberg – Nasereit – Partschinser Wasserfall
Anfahrt : Nach Rabland und bis zur Texelbahn (zwischen Rabland und Partschins), hier großer Parkplatz; mit dem Bus Nr. 213 bis Partschins und mit dem Bus Nr. 265 weiter zur Texelbahn; mit dem Zug oder Bus bis Rabland und vom Bahnhof bzw. von der Bushaltestelle mit dem Bus Nr. 265 bis zur Texelbahn (633 m). Auffahrt mit der Texelbahn Wegverlauf : Von der Bergstation der Texelbahn (1.544 m) gehen wir hinauf zum etwas höher gelegenen Gasthof Giggelberg (1.565 m, Einkehrmöglichkeit). Dann wandern wir auf dem Weg Nr. 24 (= Meraner Höhenweg) längere Zeit leicht ansteigend und dann durch Wald und über offenes Almgelände bergab zur Schutzhütte Nasereit (1.523 m, Einkehrmöglichkeit; ab Giggelberg 50 Minuten). Auf dem breiten Weg Nr. 8 wandern...
Von der Leiteralm über das Hochganghaus bis Nassereith
Anfahrt : Von Mitterplars, einem Ortsteil von Algund, nehmen wir den Sessellift nach Vellau und dort den urigen Korblift, der uns in die Nähe der Leiteralm bringt. Wegverlauf : Von der Bergstation des Korbliftes erreichen wir nach wenigen Minuten die Leiteralm (1.522 m, Einkehrmöglichkeit). Hier wenden wir uns nach Westen bzw. links und folgen dem Weg Nr. 24 (Meraner Höhenweg), auf dem wir zuerst etwas steil bergwärts steigen und dann nahezu eben durch Waldhänge und durch mehrere Gräben zum Hochganghaus (1.839 m, Einkehrmöglichkeit; ab Leiteralm 1 ½ Stunden) gelangen. Wir wandern weiterhin auf dem Weg Nr. 24 und gelangen auf sehr aufwendig angelegten Platten nach 20 Minuten zur nicht bewirtschafteten Goidner Alm und die...
Schlangen in Südtirol
Wussten Sie, dass alle Schlangen- und Reptilienarten in Südtirol mehr oder weniger gefährdet sind? Die giftige Hornviper ist sogar vom Aussterben bedroht! Eigentlich sind Schlangen nützliche Tiere, weil sie auch bei der Eindämmung von Ratten- und Mäuseplagen helfen können, aber viele Menschen töten diese Tiere beim Wandern oder Pilzesuchen ohne jeglichen Grund. Die zunehmende Verbauung der Umwelt tut ihr Übriges dazu. Von den acht Arten, die es in Südtirol gibt, sind nur 3 giftig und für den Menschen meist ungefährlich. Die giftigen Schlangen Kreuzotter, Aspisviper und Hornviper beißen zur Verteidigung erst im letzten Moment zu, also wenn man trotz warnendem Zischen weiter auf die Schlange zugeht. Beim...
Burgenwanderung im Überetsch: Hocheppan und Boymont
Anfahrt : Über die MeBo bis zur Ausfahrt Terlan, kurz Richtung Andrian, dann links ab (Hinweis „Weinstraße“) bis nach Unterrain, dort rechts hinauf nach Missian; Parkplätze unter der Anhöhe, auf der die Kirche steht. Wegverlauf : Vom Parkplatz (388 m) folgen wir kurz der Asphaltstraße, wenden uns am Gerätehaus der Feuerwehr nach links und nehmen bald darauf rechts den Weg mit der Markierung 14 und dem Hinweis „Schloss Hocheppan“. Wir gelangen auf eine asphaltierte Straße, wenden uns nach rechts und wandern auf dem neben der Straße verlaufenden Fußweg (Nr. 12) nordwärts und bald in Serpentinen durch Mischwald aufwärts. Ein Abstecher zum nahen Kreidenturm ist lohnenswert. Bald erreichen wir, stets...
Betriebsübertragung mit Familienvertrag
Sie haben das ganze Leben für den eigenen Betrieb gearbeitet, damit dieser wächst und sich entwickelt. Nun wollen Sie sich langsam zur Ruhe setzen. Ein(ige) Kind(er) arbeiten schon länger im Betrieb mit und natürlich soll(en) nun diese(s) den Betrieb erhalten, während die anderen Kinder anderweitige Interessen haben. Das Problem ist, dass das zu vererbende Vermögen zum größten Teil im Betrieb gebunden ist (Hotel, Betriebshalle, Geschäft) – für die anderen Erben ist einfach nicht genug Privatvermögen da, um die gesetzlichen Erbquoten zu erfüllen. Gleichzeitig ist es nicht möglich, die Kinder, die den Betrieb erben, mit zu hohen Ausgleichszahlungen zu belasten, ohne den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden....
Jagt die Müllsau!
Der Kampfaufruf stammt vom Münchner Kommunalreferenten Georg Welsch. Meran kämpft gegen immer größere Mengen illegalen Müll und will jetzt aufklären. Wir schreiben das Jahr 2010. Sie versuchen Ihre Tür zu öffnen, aber es geht nicht, weil sich draußen zu viel Müll auftürmt. Diese Vision stammt aus dem Jahr 1991. Entwickelt hat sie die US-amerikanische Trendforscherin und Bestsellerautorin Faith Popcorn. Zum Glück war es bisher nur eine Vision. Dass unser Müllproblem größer wird, verdeutlicht aber die Situation in Meran. 500- bis 700.000 kg illegal entsorgter Müll jährlich. Was wir an den Wertstoffglocken vorfinden, ist nicht nur scheußlich, sondern auch eine finanzielle...





![von links] Georg Hofer, Giampaolo Settimo, Elisabeth Rass, Giorgia Lazzaretto, Francesca Giabbai (Presidente uscente / scheidende Vorsitzende), Paola Nigro, Claudio Vitalini. (Assente nella foto / Im Foto abwesend: Gaia Berni).](/img/news/2579_mais.jpg?w=400&h=210)
